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Auswärtstour Osnabrück 28.2.15

Autorin: Heike Sturz

„Wir fahren nach Osnabrück!” – So lautete unser ursprünglicher Plan. Dieser sollte sich zuletzt mit wachsender Anzahl der irgendwie abhanden gekommenen Mitfahrer fast stündlich ändern.

Dann hieß es endgültig am Spieltag: „VIER fahren nach Osnabrück!”. Dies waren in diesem Falle drei männliche und ein weibliches Zebra. Das Auto wurde beflaggt und gutgelaunt, versorgt mit Damen- und Herren Plöppis und bestens ausgerüstet mit 2 Navis ging die Fahrt los. Aber auch die Wunder der modernen Technik versagten angesichts diverser Baustellen und Straßensperrungen, so daß wir in den etwas unfreiwilligen Genuß einer Stadtrundfahrt quer durch Osnabrück kamen.

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Endlich am Parkplatz eingetroffen, kamen wir mit einem netten Osnabrücker Fan ins Gespräch, der uns Orientierungslose dann auch sicher über den Russenmarkt zum Stadion brachte. Denn schließlich hatten wir noch einen Plan in der Tasche: Die übriggebliebenen Tickets zu verkaufen. Zu diesem Zweck postierten wir unseren Kartenhehler Dieter S. mithilfe der wirklich netten Polizei an strategisch günstiger Stelle. Doch leider konnte auch dieser Plan angesichts der fortgeschrittenen Stunde und dem begrenzten Fassungsvermögen der menschlichen Blase nicht umgesetzt werden. Was uns zu einer – zwar erwarteten – aber trotzdem hochnotpeinlichen Situation geführt hat: 5 edle Dixie-Klos für 1.300 Menschen. Ein klarer Fall für Amnesty International ! Das weibliche Mitglied unserer Auswärtstruppe hat sich mittlerweile eine Art Überlebenstechnik angeeignet mit möglichst wenig Berührungspunkten auf engstem Raum. Hiermit würde sie jedem Entfesselungskünstler ernsthafte Konkurrenz machen. Einzig die dringend benötigt Sauerstoffflasche konnte in diese Nummer noch nicht eingebaut werden. Der Leser mag sich über diesen ausführlichen Anfahrtsbericht wundern. Nun, über das Spiel selber sollte besser der Mantel des Schweigens gehüllt werden. Nur soviel: Auch die lautstarke Unterstützung der mitgereisten Zebras konnte die völlig verdiente Führung der Osnabrücker nicht verhindern. Zum Glück erzielte unsere Mannschaft dann noch aus Versehen den Ausgleichstreffer. Keiner weiß warum, aber wir konnten mit einen überaus unverdienten Punkt im Gepäck die Heimreise antreten. Nachdem alle Vorräte in fester und flüssiger Form aufgebraucht waren, wagte ein Crewmitglied quasi aus dem fahrenden Auto heraus noch einen Sprung in den dortigen Getränkefachmarkt. Die Lebensmittelgrundversorgung war nun wieder gesichert und schon schmiedeten wir einen neuen Plan: Stilsicher -wie es sich für echten Hochheider Adel gehört- wollten wir noch einen Absacker in der Kanne trinken. Und siehe da: dort angekommen konnten wir ein weiteres Mitglied unseres FC an seinem Nebenwohnsitz begrüßen. Eine trotz der widrigen Umstände schöne Tour klang noch gemütlich aus und…wir haben schon den nächsten Plan: „Wir fahren nach Dortmund!”.

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