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Expeditionen ins Tierreich

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Autorin: Heike Sturz

Gerade rechtzeitig zum Frühlingserwachen startete unser FC die nächste Auswärtstour ins Reich der westfälischen Nachwuchs-Bienchen.

Mit an Board unserer modernen Arche Noah befanden sich neben diversen Zebras auch eine fränkische Fledermaus, ein bosnisches Tanzbärchen, eine recht junge Saugschmerle und eine kleine Raupe.

Letztere machte sich auf den Weg, um Futter zu suchen: zunächst fraß sie (er) sich durch ein Schnitzelbrötchen – aber satt war sie (er) immer noch nicht. Danach fraß sie (er) sich durch ein Würstchenbrötchen, ein Tafelschokoladenbrötchen, eine Mettwurst und mehrere Bonbons – aber satt war sie (er) immer noch nicht.

!Merke : Raupen sind äußerst gefräßig und für 15.30 Uhr muß auch noch was übrigbleiben!

Das Alphatierchen Thorsten  kümmerte sich wie immer rührend um seine Schäfchen: Mehrere Rationen Hopfenblüten wurden verteilt und nun konnte man wunderbar die Pawlow´schen Schlüsselreize studieren.

!Merke : optische Reize in Form von kleinen braunen Fläschchen zusammen mit akkustischen Signalen in Form von gebölkten Trinksprüchen lösen einen sofortigen Getränkeaufnahmereflex aus.

Einen Reflex der anderen Art -unterhalb des Bauchnabels- löste unsere polnische Busfahrerin Amelka bei einem der männlichen Zebras aus. Sie erfüllte dennoch keinen der lautstark geäußerten Wünsche – diese waren nämlich nicht jugendfrei und unterliegenden daher auch der Zensur.

Eine kleine Rast wurde noch eingelegt, die das weibliche Zebra dazu nutzte, sich wieder ein Winterfell anzulegen, um die bevorstehende Kälte zu überstehen.

!Merke: weibliche Zebras stehen in Anbetracht der geringen Anzahl unter Naturschutz und bedauern eingerissene Fingernägel.

In Ermangelung biologischer Möglichkeiten suchte dieses Zebra

-immer noch von der letzten Auswärtstour leicht traumatisiert- Zutritt zu einem Doppeldeckerbus mit Dortmunder Kennzeichen und Toilette. Doch die dringend benötigte Erleichterung wurde ihr vom Busfahrer verwehrt.

!Merke: Zecken sind nach wie vor äußerst scheußliche Geschöpfe und völlig überflüssig.

Da noch genügend Zeit bis zum Anpfiff war, nutzte unser possierliches Putzerfischchen die Gelegenheit, die Scheiben unseres Busses von außen mit weit geöffneten Lippen zu säubern. Obwohl ausreichend Bildmaterial vorhanden ist, verzichten wir an dieser Stelle darauf und wünschen nachträglich „Guten Appetit!”

Endlich war es soweit: Wir warteten in der altehrwürdigen Bruchbude „Rote Erde” auf den Anpfiff, um unsere Elf auf dem Rasen zu unterstützen. Zunächst half das leider gar nichts, der erste Schuss der Majas zappelte auch direkt im Netz. Doch auf schwerem Geläuf wendete der MSV das Blatt noch und wir gewannen 4:1. Auf eine brilliante Spielanalyse verzichtet der Schreiber dieser Zeilen, das wird den ca. 2000 mitgereisten Trainern überlassen.

!Merke: Auf den Stehplätzen wird man bei Regen nass, bei Starkregen sogar klattschnass!

Mit fetter Beute traten wir unsere Rückreise an. Dabei kuschelte sich unsere fränkische Fledermaus in ihre Sitzplatzhöhle und schlief mit nach unten gebeugten Köpfchen ein.

!Merke: Diese Fledermausart ist in der Lage, sich mit der rechten Hand über den Kopf hinweg am linken Ohr zu kratzen ohne aufzuwachen.

Eine kurze, aber dennoch mit reichlich lehrreichen Impressionen gefüllte Tour ließen wir in der Kanne ausklingen.

!Merke: Auswärtstouren sind ansteckend: Unser neuestes Mitglied Immernochklaus unterschrieb noch im Bus den Mitgliedschaftsantrag.

Zum guten Schluß möchte die Geschäftsführerin der Schnitzelagentur noch mitteilen, daß sie bestimmt keinen dauerhaften Nebenjob als Auslandskorrespondentin haben möchte ;O)