Vom Debakel zum Mirakel oder auch „Wunder gibt es immer wieder“

Auswärtsfahrt gegen Dortmund II
23. März 2015
Sommerfest 2015
11. Juli 2015

Autorin: Heike Sturz

Wer hätte das gedacht? Vor 2 Jahren stand unser MSV am Abgrund – ein paar Schritte noch und der Absturz wäre nicht mehr aufzuhalten gewesen.

Und heute? An diesem denkwürdigen Samstag, den 23.05.2015, machten sich viele, viele Zebras auf den Weg zum „Heimspiel“ nach Wiesbaden, um entspannt dem Ende dieses Alptraumes entgegenzusehen.

IMG-20150524-WA0041

Unser Fanclub-Bus füllte sich dank Harry`s lieblichem Charme fast von ganz alleine; Gerüchten zufolge hätte es beinahe zu einem eigenen Sonderzug gereicht.

                                                                IMG-20150524-WA0001

Die Fahrt selber stand gleich unter mehreren Mottos:
-Einmal Hölle und zurück
-Wir fahren nur zum Feiern hin
-Was haben wir für Zeiten miterlebt, Duisburg wieder aufersteht.
-Kroatien ist schön!

 

IMG-20150524-WA0003                     IMG-20150524-WA0002

Für jeden war etwas dabei und unser Praesi entschied sich für letzteres Motto. Nun ja, zur Not klappt auch eine La-Ola-Welle mit 2 Personen vor dem Wohnmobil.

IMG-20150524-WA0061

Einen Sonderpreis erhielten unser 3. Vorsitzender und sein Getreuer für das Motto „Scheiße!Verpennt! Bus verpasst! Wie kommen wir jetzt dahin???“.

Wir entdeckten die beiden schließlich im Stau auf der Autobahn direkt hinter unserem Bus. Chauffiert von der unerschrockenen Freundin eines weiteren FC-Mitgliedes (Tim V., 27, nicht mehr lange ledig).

Dies brachte 3 Fahrgäste im Bus auf die Idee, einen eigenen Eurovision-Popo-Contest zu veranstalten. Im rückwärtigen Panorama-Fenster des Busses präsentiert, konnten sich sämtliche Mit-Im-Stau-Steher von der entzückenden Anmut behaarter Apfelpopos überzeugen. Zum Reinbeißen!
Zum Glück gibt es hiervon keine Fotos.

Der FC-eigene DJ Frank schrieb sich das Motto auf die Fahne „Ich will immer wieder dieses Fieber spür`n“. Was natürlich sofort unseren FC-Arzt auf den Plan rief. Schließlich wussten schon unsere Großmütter, daß es gegen Fieber und dem bedrohlichen Zustand der Unterhopfung nur ein Mittel gibt: warmes Bier mit Honig. Zur Not auch kaltes Bier ohne Honig. Ein Segen, in dieser Hinsicht gab es keine Versorgungsengpässe und unser Dr.  ging seinen Patienten stets mit gutem Beispiel voran.

                                                         IMG-20150524-WA0024

In der Brita-Arena angekommen, ging die Party erstmal weiter. Sogar mehrere La-Ola-Wellen machten die Runde. Nostalgie pur! Wann hat es das zum letzten Mal gegeben? Balsam für die geschundene MSV-Seele!

                                             IMG-20150524-WA0045

Ach ja! Fußball wurde ja auch noch gespielt :0) Die schönste Nebensache der Welt wurde doch glatt tatsächlich zu Nebensache. Um es kurz zu machen: Der MSV hat 0:1 verloren. Christopher Schorch wollte das Motto „Wir sind nur zum Feiern hier“ unterstützen. Er versenkte den Ball im geeigneten Augenblick ins eigene Netz. Nun ja, das tat der guten Stimmung keinen Abbruch: Schließlich ging es um fast nichts mehr und die Meisterschaft der 3. Liga wurde sowieso Tage zuvor auf Malle entschieden.

Nach Abpfiff gab es den zweiten Platzsturm innerhalb von einer Woche. Ca. 8.000 blau-weiße Partyfisten feierten völlig friedlich zusammen mit ca. 1.000 Heimfans; das eine oder andere Trikot wurde kostengünstig getauscht und wildfremde Menschen lagen sich in den Armen. Die alte Frau unserer Truppe lag auch in wildfremden Armen. Eigentlich wollte sie das gar nicht, aber gegen ihren Willen wurde sie wie eine Meerjungfrau über die Stadion-Brüstung gehievt, um in den vertrauten Armen des Ehemannes zu landen und den Platz doch noch mit zu stürmen.

IMG-20150524-WA0055         IMG-20150524-WA0053

Irgendwann danach traten wir die Heimreise an.

Hier beeindruckten zwei Mitglieder unseres FC mit einer Gala-Vorstellung ihrer guten Erziehung:

Knigge würde vor Neid erblassen – Erblasst ist auch bestimmt der Herr, als ihm die beiden hilfsbereiten Geister „zur Seite standen“.

Aber es gibt sie noch, die wirklich edlen Ritter dieser Welt! Eines dieser Prachtexemplare hat ohne zu zögern zwei weiblichen Mitgliedern des FC aus einer monetären Verlegenheit geholfen. Ansonsten würde vermutlich eine der beiden Damen immer noch auf dem Rastplatz stehen, weil das Lösegeld in Höhe von 0,50 € nicht bezahlt wurde.

IMG-20150524-WA0005

Die Fahrt ging schließlich weiter und bald schaltete der eine oder andere in den Energie-Sparmodus: Arme und Beine wurden weniger elegant, dafür aber zweckmäßig arrangiert um ein erfrischendes Nickerchen zu halten.

Wie immer werden alle Beteiligten anonymisiert; so auch derjenige, der eine Abstellmöglichkeit für sein Getränk suchte. Die Halterung hierfür vermutete er offenbar oberhalb des Bauchnabels eines weiblichen Fahrgastes….die Finger sind bestimmt heute noch grün und blau.

Wie gewohnt fand die Tour ihr vorläufiges Ende vor der VIP-Lounge in Hochheide. Der Busfahrer war bestimmt genauso froh uns los zu sein wie wir ihn.

Ein paar Unentwegte ließen den Abend noch gemütlich in der Kanne ausklingen. Dabei ist „gemütlich“ durchaus wörtlich zu verstehen: Unser Vize mußte zwischenzeitlich sein adeliges Haupt auf einem eigens für ihn bereitgelegtem Kissen betten.

Übrigens gibt es auch in der heutigen Welt der Technik, in der man z.B. die optimale Auswurfhöhe in der Bedienungsanleitung eines Toasters in Spanisch, Arabisch und Indonesisch nachlesen kann, noch biologische Wunder:

Eine kleine erstaunte Zuhörerschaft lauschte ganz ergriffen den Ausführungen unseres FC-Dozenten über die männliche Brustbehaarung:
Nach den im Eigenversuch gewonnenen Erkenntnissen des Herrn Prof. Dr. Eulenberg zufolge kann man die gewünschte (!) Färbung der männlichen Brustbehaarung allein durch die Art der Rasur beeinflußen.

IMG-20150524-WA0004

Sollte der Herr Professor den Wunsch verspüren, dies nochmals ausführlich zu erläutern, so bittet die Autorin um schriftliche Kontaktaufnahme: Sie verfügt nur über Indoor- Whatsapp und somit ist eine durchgehende Erreichbarkeit nicht gewährleistet.

Nebenbei bemerkt ist Dr. Eulenberg auch Mitglied im Fußball-Schiedsgericht. Sollten jemals Patt-Situationen entstehen, so wird er mit Rat und Tat zur Seite stehen.

An dieser Stelle endet das blau-weiße Märchen…..und wenn sie nicht insolvent wurden, dann kicken sie noch heute!