ANNO 1902 on Tour : UNION BERLIN

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Bericht zum Auswärtsspiel beim 1.FC Union Berlin

Nach langer Vorfreude war es am Freitag 25.09.2015 endlich soweit, unser Wochenende in Berlin stand vor der Tür. Schon früh morgens um 6:15 Uhr haben sich die ersten 5 Teilnehmer der 9 köpfigen Gruppe an der Bushaltestelle in Hochheide getroffen. Dort wurden die extra für diese Tour entworfenen “ANNO 1902 on Tour” Shirts verteilt und natürlich auch direkt angezogen.

Nach einem kurzen Frühstück im Duisburger Hbf ging es pünktlich um 7:42 Uhr Richtung Flughafen Köln/Bonn. Die Zugfahrt verlief trotz des schon erwarteten Berufsverkehrs entspannt und so kamen wir nach einer Fahrzeit von einer guten Stunde gegen 9:00 Uhr am Flughafen Köln/Bonn an. Der ein oder andere hatte natürlich sofort den Europapokalsong auf den Lippen, aber es ging ja “nur” nach Berlin. Wenige Minuten nach unsere Ankunft kamen zwei weitere Mitglieder unserer Gruppe dazu sodass wir uns endlich in die immer länger gewordene Schlange des Sicherheitsbereiches anstellen konnten. Da unser Flieger erst um 10:15 Uhr abfliegen sollte waren wir recht entspannt dies auch ohne Probleme zu schaffen. Allerdings zog sich die Sicherheitskontrolle so lange hin das wir schon ausgerufen wurde als wir uns endlich durch die Kontrolle gekämpft hatten. Also mussten wir noch einen kleinen Sprint durch den Flughafen hinlegen um unseren Flieger noch rechtzeitig zu bekommen.

Im Flieger kam wieder dieses Europapokalgefühl auf, aber es ging ja “nur” nach Berlin. Nachteil unserer kleinen Verspätung war, das die Gepäckablagefächer über unseren Plätzen schon rappelvoll waren und zwei Leute ihre Sachen ganz hinten im Flieger ablegen mussten. Unsere Plätze waren jedoch vorne. Die Flugzeit von einer knappen Stunde hat man gar nicht mitbekommen, gerade oben ging es auch schon wieder runter. Geht ja fix haben wir gedacht, allerdings hatten wir das Rollfeld vom Flughafen Berlin-Schönefeld nicht bedacht. Nach weiteren 15-20 Minuten fahrt an der Dauerbaustelle BER vorbei kamen wir endlich zu unserer Parkposition wo nur kurz bis zum Ausstieg warten mussten. Also alles gut, wären da nicht die zwei Trollis von uns gewesen die sich hinten im Flieger befanden. Nach einer gefühlten Ewigkeit und der Betrachtung aller ca.163 Passagieren des Fliegers konnten unsere beiden Mitglieder endlich ihren Trolli bekommen.

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Dafür ging die Fahrt mit dem Taxi zu unserem Hotel wieder umso schneller und so konnten wir gegen 12 Uhr in unsere Hotelzimmer. Kurz frisch gemacht traf man sich in der sehr schönen großen Hotellobby zum ersten Bierchen auf Berliner Boden. Nach kurzer Zeit entdeckten wir einen Bildschirm wo die Einteilung der Tagung oder Firmenfeier in die einzelnen Räume des Hotels aufgelistet waren. Dort stand eine Reservierung für den MSV Duisburg. Was hatte das zu bedeuten ? Wer kommt denn noch hier hin war unsere erste Frage an die Mädels der Rezeption. Wie es sich für ein gutes Hotel gehört haben wir keine Auskunft bekommen welche Gäste sich hier noch aufhalten werden. Nach einer weiteren Bierrunde kamen wir durch Zufall mit dem Manager des Hotels ins Gespräch der sich erst als *ölner outete um sich wenig später zu verplappern das er auch uns die Daumen drückt und sich freut das die Mannschaft auch in seinem Hotel übernachtet. Bäng ! Das war ein Hammer ! Für 19 Uhr wurde der Tross des MSV im Hotel erwartet.

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Mit dieser tollen Info machten wir uns dann auf den Stadtteil Köpenick zu besichtigen. Ein kleiner Marktplatz, ein schönes Rathaus, eine schöne kleine Kirche, viele Hochzeiten und natürlich Wilhelm Vogt besser bekannt als der Hauptmann von Köpenick wurden besichtigt. Nach der kleinen Runde durch den Stadtteil kam der Hunger und wir gingen zum Köpenicker Ratskeller, dort konnte man schön draußen sitzen und vor allem auch Flagge und Streifen zeigen. Gutes Essen, leckeres Bierchen und die Berliner Luft waren klasse. Mit Berliner Luft ist nicht der Geruch der Stadt sondern ein Schnaps gemeint. Während wir den tollen Nachmittag in Berlin genießen konnten waren die letzten beiden Mitglieder unserer Gruppe mit dem Zug auf dem Weg nach Berlin. Die Ankunft der beiden war für 18 Uhr geplant und durch eine Urlaubsbekanntschaft von Chrstian und Yvi war der private Shuttleservice von Berlin Hbf nach Köpenick schon bestellt, sodass bei perfektem Timing beide rechtzeitig zur Ankunft der Mannschaft im Hotel sein konnten.

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Selbstverständlich waren wir überpünktlich im Hotel um der Mannschaft einen aufmunternden Empfang bereiten zu können. Schnell paar Barhocker zusammen gestellt die Fahne davor und ein Empfangsliedchen abgesprochen konnte das Team nun kommen.

Und dann kam der schwarze MSV Bus in die Einfahrt des Hotels gefahren und die ersten Spieler gingen zur Rezeption um sich die Zimmerschlüssel zu holen. Mit dem 12ten Mann Lied und MSV Rufen gab unser Club alles was ging um dem Team zu zeigen das sie nicht alleine in den Kampf um die drei Punkte ziehen mussten. Dabei ist vor allem hervorzuheben das besonders Gino und Sven Beukert sich richtig über den Empfang gefreut haben und sich sofort zu uns begaben um uns zu begrüßen, während dem ein oder anderen Spieler die frei zugängige PS4 mit FIFA 16 mehr reizte. Dies änderte sich allerdings schnell, denn besonders Spieler wie King und Victor Obinna waren sofort zu Bildern und Gesprächen bereit und so kamen die PS4 Fanatiker auch schnell zum plaudern vorbei.  Nach einer guten Stunde gingen die Spieler zum Essen und auf uns wartete das nächste Highlight des Tages.

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Wie schon erwähnt haben Christian und Yvi im Urlaub Fans von Union Berlin kennengelernt, Hannelore und Hartmut. Das besondere an Hannelore und Hartmut ist nicht nur das sie beide Unioner durch und durch sind, sondern das Hartmut die Stadionführungen in der alten Försterei macht. So kamen wir zu einer privaten Stadionführung im Kultstadion der alten Försterei !

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Wir bekamen wirklich alles zu sehen was man sich denken kann, Innenraum, Fankurven, Presseraum, Logen und die ganz privaten VIP – Räume konnten ohne Probleme besichtigt werden. Dazu die ein oder andere ganz spezielle Anekdote von Hartmut und von den Eisernen von Union Berlin. Immer wieder kam uns der Spruch “Und niemals vergessen ! Eisern Union !!!” entgegen dessen Legende der Entstehung immer vor Spielbeginn vor dem Union Lied erzählt wird. Ein wirklich ganz tolles Erlebnis ein Stadion zu besichtigen das von etwas mehr als 2300 Fans in 311 Tagen selber umgebaut wurde.

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Nach der Besichtigung ging es wieder zurück zum Hotel um dort den Abend mit ein paar Bierchen ausklingen zu lassen. Immer mit dem Blick auf Ivo, Gino und Michael Meier die noch bis spät in den Abend über das ein oder andere redeten.

Am nächsten morgen haben wir uns dann 9:30 Uhr zum Frühstück bei Mutter Lustig an der Spree verabredet. Ein super Tag nahm seinen Anfang mit gutem Frühstück, herrlicher Lage und bestem Fussballwetter. Es wurde viel gelacht besonders als nach der Stärkung durch das Frühstück und den ersten Bierchen der Kampfeswille in uns ausbrach die drei Punkte hier mitzunehmen und gegen jeden Feind zu verteidigen, komme da wer wolle ! Immerhin waren wir ja 9 richtige alte Hauer aus der ersten Reihe die nichts zu fürchten haben…bis nach wenigen Sekunden der Selbstüberschätzung erkannt wurde das wir wohl doch nur 7 Partyboys mit zwei Krankenschwestern sind.

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Also ging es los zum Stadion, vorbei an einem Auffahrunfall welcher soeben passiert war. Leider kamen die beiden Beteiligten unserer Aufforderung zum Selfie nicht nach und auch die Verkäufer des Autohauses vor dem der Unfall passierte gingen unseren Informationen nach leer aus. Am Stadion traf man auch schon die ersten Zebrafans und das kribbeln wurde größer. Unsere Plätze auf der neuen Haupttribüne waren Klasse und auch der Bierstand sehr gut zu erreichen, leider war die Würstchenbude hinter der Stehplatzkurve der Gästefans und so etwas weit vom Schuss. Die Ordner waren sehr nett und so verging die Zeit bis zum Anstoß rasend schnell. Dort begann dann der von uns befürchtete Alptraum nicht um 13:05 Uhr nach unserer Einschätzung, sondern schon um 13:04 Uhr. Ergebnis 0:1 – halbe Reihe bei uns leer…Schockbier holen. Nach dem wir und die Mannschaft sich so einigermaßen berappelt hatten der nächste Nackenschlag – Standard…Tor ! Ergebnis 0:2 – dreiviertel der Reihe bei uns leer…Schockbiere holen. Mit etwas Hoffnung auf den Anschlusstreffer füllte sich die Reihe wieder bis zur nächsten Standardsituation…Tor ! Ergebnis 0:3 – ganze Reihe leer…Frustbiere holen und endlich Pause !

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Zur zweiten Halbzeit blieben einige Plätze unserer Reihe verwaist und der Bierabsatz im Stadion an der alten Försterei ging in ungeahnte Höhe, bis das 1:3 für unseren MSV viel. Es gab wieder Hoffnung und man konnte den Willen der Mannschaft sehen hier doch noch was mitzunehmen. Auch unsere Gruppe wuchs wieder an und als Ratta den Elfmeter hielt war die Hoffnung auf ein Wunder wieder da. Als dann das 2:3 für den MSV fiel war richtig Stimmung in der Bude und der MSV war drauf und dran hier noch ein Unentschieden zu erzielen. Leider ging dieser Traum nicht in Erfüllung und nach einem guten Spiel zeigten sich die Jungs sowie Ivo und der Trainer noch mal an der Bande für ein kurzes Gespräch. Schade Jungs…aber das wird schon noch !

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Auf dem Rückweg trennte sich die Gruppe von uns auf, während die eine Gruppe eine kleine unfreiwillige Stadtrundfahrt durch einen nicht ganz ortskundigen Ortsansässigen machte die bis spät in die Nacht ohne klares Ziel verlief, ging die andere Gruppe wieder Richtung Ratskeller. Wenn man dann so das ein oder andere Bier aufgenommen hat muss dieses irgendwann auch wieder raus und so steuerten wir auf eine Kneipe mit dem Namen Hangover zu. Dort saßen schon einige schräge Typen der Unioner und empfingen uns mit ein paar schlauen aber lustigen Sprüchen, unsere verbalen Konter verfehlten auch nicht ihre Wirkung und so wurden wir Ruck Zuck in die Gruppe aufgenommen und mit einem Pfefferminzschnäpschen getröstet. Da wir nun eine nicht gerade unauffällige Ansammlung von Fussballfans waren, die mit Bierflaschen bewaffnet sich gegenüberstanden und sich über Gott und die Welt unterhielten rief dies die schnelle Eingreiftruppe der Berliner Polizei auf den Plan die mit nicht weniger als drei großen Mannschaftswagen und ca. 30 Behelmten Polizisten den gegenüberliegenden Park vor uns sicherten. Nach kurzem Gruß unseren Bunten Truppe den Damen und Herren in grün gegenüber gaben diese klein bei und kamen zur Erkenntnis das hier alles ok ist. Durch die Abgabe eines Fanclubschals an den Wirt erhielten wir eine weitere Flasche Pfefferminzschnaps und so bedankten wir uns bei den Unionern für den herzlichen Empfang.

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Wir zogen anschließend weiter zu unserem “Stammplatz” am Ratskeller der wieder ausgiebig geflaggt wurde und unterhielten uns mit Hartmut und Hannelore über den glücklichen Sieg der Berliner. Der ein oder andere Gesang oder Trinkspruch und nicht zuletzt die große MSV Fahne an der Hauswand vom Ratskeller zogen den ein oder anderen Union Fan an. Es gab ausschließlich positives von den Unionern zu hören und man zollte uns Respekt für die Leistung der Mannschaft, der vielen mitgereisten MSV – Fans und unseren Mut hier so öffentlich Flagge am Ratskeller zu zeigen, was wohl noch keine Fangruppe so gemacht hat. Nach und nach wurden wir dann doch müde und so verabschiedeten wir uns von Hannelore und Hartmut und bedankten uns für ein einmaliges Erlebnis. Dies möchte ich hiermit noch mal wiederholen : VIELEN DANK für eure Gastfreundschaft, die Stadionführung und die Zeit mit euch !!! Wir hoffen das wir uns beim Rückspiel bei euch revanchieren können.

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Am nächsten morgen ging es noch mal zur Mutter Lustig zum Frühstück, allerdings war es diesmal vom Service nicht so gut wie am Vortag was wohl am Kellner lag der mit dem Kellnerjob auch sein berufliches Karriereende erreicht hat.

Der Rückflug und die Zugfahrt verliefen bis auf einen kleinen Zwischenfall, als Yvi befürchtete ihre Geldbörse samt Ausweis verloren zu haben, was aber zum Glück nicht der Fall war, ohne Probleme.

Alle Berlinfahrer waren sich einig darüber das es eine unvergessliche Tour nach Berlin war, getreu dem Motto : Und niemals vergessen ! Eisern Union !!!…war Klasse.